Was wohl die Highlights der vergangenen zwölf Monate für mich waren?

Eines war sicher die hochsommerliche Trauung zwischen Schriesheimer Weinreben und die begeisterte Rückmeldung des Brautpaars dazu: „Es war einiges Lustiges, einiges, was nachdenklich gestimmt hat, und einiges, was sich sogar ein paar Gäste für die eigene Ehe noch zu Herzen genommen haben […]. Aber alle hatten sie Pipi in den Augen! 😉 Das kann man schön auf den Hochzeitsbildern sehen, die ja aus deinem Rücken von uns und den Gästen geschossen worden sind. Und das ist deiner schönen Rede, die viele schöne Details aus unseren Gesprächen im Vorfeld aufgegriffen hat, zu verdanken.“

Mindestens so emotional und vielleicht sogar noch persönlicher war die spätsommerliche Trauung im Hof von Schloss Hirschhorn. Im September war ich bereits zum dritten Mal dort – beim zweiten im Juni allerdings im Rittersaal, da das Wetter noch sehr wechselhaft war. Dies passte allerdings umso besser zu meinen Worten – griff ich doch die Überquerung des Nebelgebirges aus „Lord of the Rings“ auf. (Braut und Bräutigam kamen beim Schauen der Trilogie zusammen und haben das seither zum alljährlichen Ritual in der Weihnachtszeit gemacht.)

Auch noch weiter östlich wurde ich gebucht – für eine ebenfalls nicht so wettersichere, aber trotzdem schön im Freien stattfindende Hochzeit im Hohenloekreis sowie für eine herbstliche Geburtsfeier im Winterdorf Heilbronn. Die Familie des kleinen Mädchens, das ich dort segnen durfte, hatte dazu den wunderschönen Psalm 121 ausgesucht, wo in Vers 3 steht: „Der Herr wird nicht zulassen, dass du fällst; er dein Beschützer schläft nicht.“

An 2016 hat mich allerdings noch etwas ganz besonders gefreut: Neben diesen freien Zeremonien war ich nämlich auch im kirchlichen Kontext aktiv – und dort wurde ich so häufig zum Predigen angefragt wie noch nie! Zwei Gemeinden brauchten einfach eine Sommervertretung, eine andere Gemeinde muss gerade überhaupt eine Pastorenvakanz überbrücken. In weiteren zwei Gottesdiensten durfte ich zudem als IJM-Botschafter (siehe Filmchen unten) zum Thema Befreiung predigen. (Um in dieser Funktion im Religionsunterricht zu sprechen, wurde ich vor kurzem auch an ein Gymnasium eingeladen.)

Dazu kommen natürlich noch die „Heimspiele“ bei NewSong, worüber ich in meinem Beitrag vom letzten Monat berichtet habe. Die Encounter-Gottesdienste gestalte ich je nach Monat als Prediger oder aber als Musiker mit – sei es als Frontmann hinter dem Mikrofon, sei es als Bandcoach im Hintergrund. Auch die Gastgeberin und Pfarrerin der Providenzkirche hat inzwischen selbst internationale Monatsgottesdienste initiiert. Und so kam ich am vierten Advent zu einem weiteren Einsatz am Flügel und gleich auch noch zu meinem ersten Auftrag in 2017, nämlich für den 15. Januar, so dass ich bereits mit der nächsten mehrsprachigen Liedauswahl beschäftigt bin.

Und so bleiben im Jahresrückblick nur noch meine vier Klavierschüler zu erwähnen sowie meine Teilnahme am Kurs „Geistliche Basisbegleitung“ von Vineyard Empowerment. Den Aufbaukurs habe ich nun erst für 2019 eingeplant, da es mir auch für meine eigene geistliche Entwicklung gewinnbringender erscheint, mehr Zeit für die Nachverarbeitung des bisherigen Inputs zu haben. Im Neuen Jahr werde ich deshalb auch noch das Kursmaterial „Die Kraft unserer Worte und Gedanken“ testen und freue mich bereits darauf.

Ansonsten ist eingetroffen, was ich vor einem Jahr vermutet habe: Bezüglich Auslastung kann ich mich nicht mehr beklagen – dank dem herausragendsten Highlight überhaupt namens Sarah! Natürlich möchte ich meine Selbständigkeit weiter ausbauen und ich bin auch nach wie vor offen für eine passende Teilzeitstelle – aber dank meiner Tochter ist mir schon jetzt kaum mehr langweilig. Und damit meine ich nicht nur die anstrengenden Zeiten mit Chaos und Geschrei, sondern auch die heiteren mit zunehmender Interaktion – zu zweit, zu dritt oder auch als erweiterte Familie mit Grosseltern etc. Sogar die Urlaubswochen auf Mallorca und in Kapstadt waren mit Kind überraschend entspannt!

Einen Dämpfer gab es allerdings: Nachdem meine Stimme bei der letztjährigen CD-Aufnahme noch alles mitmachte, bekam ich ein Jahr später plötzlich richtig Probleme mit Heiserkeit. Ich konnte zwar zu jeder Zeit uneingeschränkt sprechen, aber zeitweise reichte ein Lied – und meine Singstimme streikte. Das Glück im Unglück war dafür gleich zweifach. Erstens konnte im Freiburger Institut für Musikermedizin ein Schaden an meinem Organ ausgeschlossen werden, so dass man mich lediglich zur funktionellen Stimmtherapie überwies. Zweitens fahre ich nun – mit dem Bus nur zwanzig Minuten entfernt – zu einem Logopäden, der gleichzeitig Gesangslehrer ist. Diese Kombination von Sprechen und Singen scheint so selten zu sein, dass Leute sogar aus Bonn nach Heidelberg kommen, damit ihre Stimme in beiden Funktionen behandelt wird!

Ich bin also erleichtert, mich weiter als Redner und auch wieder als Sänger betätigen zu können und entsprechende Anfragen nicht etwa aufschieben oder absagen zu müssen. Die Jahresplanung ist nun nämlich voll im Gange und auch eine Trauung am 9.9. bereits verbindlich gebucht. Übrigens besuchen Brautpaare wirklich meinen Youtube-Kanal, bevor sie sich für mich entscheiden! Darum habe ich nach einer Feedback-Runde zu den drei ersten Sofa-Clips nun drei technisch verbesserte Videos zu neuen Themen hochgeladen (siehe unten). Bevor ich weitermache, bin ich wiederum für Rückmeldungen sehr dankbar: Wer kann mir Tipps zu den nächsten Optimierungsschritten geben?

Auf jeden Fall wünsche ich all den tollen Menschen, die bis hierher gelesen haben, ein optimales Jahr 2017! 🙂

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