„Es war wirklich wunderschön. Vielen Dank für deine tolle Predigt […]. Viele haben gefragt, ob Du ein Freund von uns bist, weil alles so vertraut vorkam.“ Nicht zum ersten Mal habe ich ein solches Feedback bekommen, aber auch im letzten Sommer habe ich mich wieder sehr darüber gefreut! Sogar noch vor  jeglicher Rückmeldung war es bereits ein Highlight für mich: Ich habe wohl noch nie eine derart entspannte Trauung durchführen dürfen – ein ungezwungenes Familienfest mit vielen Kindern im Hohenlohekreis unter freiem Himmel! Und: Nein, ich hatte auch mit diesem Hochzeitspaar davor nur EIN physisches Kennenlerntreffen in Heidelberg (noch vor der Pandemie) und in der Zwischenzeit danach gab es nur noch ein paar Updates über Mail oder Zoom. Aber weil Gott mit jedem seiner Geschöpfe vertraut ist und unser Freund sein will, geht von meinen Worten als Traupastor offenbar eine entsprechende Wirkung aus.

Abgesehen von diesem besonderen Tag darf ich auch insgesamt auf sehr bewegende Monate zurückblicken! Theologie, die dich bewegt – so lautet das Motto des Instituts für gemeindeorientierte Weiterbildung (IGW), bei dem ich seit Mai neu für die in der Schweiz durchgeführten Präsenzmodule auf der Stufe „Master of Advanced Studies“ (MAS) zuständig bin. Das erste Modul war „Ekklesiologie“ mit Dr. Thomas Dauwalter – Teil des „Certificate of Advanced Studies“ (CAS) Gesellschaftsrelevanter Gemeindebau. Zudem war ich mit 18 neuen MAS-Studierenden für das Einführungsmodul „Aus der Praxis für die Praxis“ auf dem Bienenberg bei Liestal. Beides waren sehr tolle Erfahrungen für mich, so dass ich mich schon auf die nächsten Module freue:

An dieser Stelle kann ich also die obigen Angebote aus voller Überzeugung empfehlen! Wer aus Deutschland oder Österreich teilnimmt, kann IGW bereits für 330 EUR durch so einen Einzelkurs kennenlernen. Wer aus der Schweiz teilnimmt, für 550 CHF. Und wer sich gleich für ein Dreierpaket interessiert (= 1 CAS), bucht am besten HIER ein kostenloses Zoom-Beratungsgespräch mit mir.

Nach diesem Werbeblock zurück zum Jahresrückblick! 🙂 Während 2023 also etwas Neues für mich begann, ging gleichzeitig auch dreierlei zu Ende: 1. Im Januar war das letzte Wochenende des Aufbaukurses, durch den (und durch die Verarbeitung in einer Abschlussarbeit) ich nun zertifizierter Geistlicher Begleiter bin. 2. Im April endete meine Bibel-Entdeckungsreise 8etappen.nethier geht’s zu meinem letzten Blogartikel. 3. Im Juli war mein letzter Arbeitstag als Angestellter der Vineyard Basel, so dass ich auch meine vorläufig letzte Gemeindepredigt hielt:

Ja – durch die Entwicklung der Mitglieder-/Spendenzahlen kann nur noch die (Teilzeit-)Stelle des Hauptleiters finanziert werden, so dass die Prozente für meine Leitung im Bereich Theologie und Gottesdienst (nach bereits erfolgter Reduktion) nun leider komplett gestrichen sind. Neben denjenigen bei IGW würde ich mich also wieder über neue 50 % freuen, die ergänzend dazu kommen. Noch habe ich das Passende nicht gefunden – und so kann ich die Vineyard Basel wenigstens als ehrenamtlicher Kleingruppenleiter noch weiter mitgestalten.

Bis Anfang März war ich überzeugt, trotz aller Herausforderungen meinen Traumjob zu haben: Auf meine Neujahrsansprache folgte eine gelungene Serie zum Heiligen Geist und überhaupt spürte ich Aufwind. Aber dann überschlugen sich plötzlich die negativen Ereignisse. Immerhin hatte diese emotional aufwühlende Situation den positiven Effekt, dass ich nach der langen Songwriting-Flaute seit meiner EP wieder mal ein Lied geschrieben habe und jetzt im Herbst sogar noch ein zweites!

Zum ganzen Auf und Ab gehörte übrigens auch, dass ich meinen 40. Geburtstag feiern durfte! Dabei wurde ich (wie in der obigen Predigt erwähnt) wunderbar beschenkt: In den Pfingstferien verbrachte ich nämlich meinen ersten Sardinien-Urlaub und unsere Familienkasse für Restaurantbesuche wurde so reichlich gefüllt, dass wir es uns auf unserer nächsten Reise gleich noch mal so gut gehen lassen können! Also mal schauen, ob es nächstes Jahr wieder nach Italien geht…

Nordwärts schafften wir es 2023 bis nach Köln, da uns eine meiner Cousinen zu ihrer Hochzeit dort in der Nähe eingeladen hatte! Und sonst blieb ich (abgesehen von der einen oder anderen Radtour rüber auf die französische Rheinseite) in Baden-Württemberg und in der Schweiz. Dazu gehörten auch herrliche August-Tage mit meiner Familie am Brienzersee sowie vergnügte Februar-Tage im Wallis, wo meine Tochter Sarah zum ersten Mal auf den Skiern stand. Anfang Oktober besuchte ich mit meinem Sohn David (und meinem Vater) zudem den Zoo Zürich und wir unternahmen die letzte Schifffahrt des Jahres. Schön war aber auch, dass die Kinder in den Herbstferien bei meinen Schwiegereltern waren und meine Frau Christina und ich auch mal Zeit nur zu zweit hatten.

Nun bleibt mir also nur noch, allerseits frohe Festtage zu wünschen – im Hinblick auf den Zustand der Welt mit Rückbesinnung auf Micha 6,8 (Herder-Übersetzung): „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Nichts als Recht tun und Güte lieben und in Demut wandeln mit deinem Gott.“ (Dieser Bibelvers ist namensgebend für Micha Deutschland: Wer auf den Link klickt und diese Initiative jetzt noch im Dezember unterstützt, kann die Spende durch das Stichwort „Micha Weihnachtswunder“ sogar verdoppeln!) Anfang 2023 hat die Band Miqedem übrigens eine wunderschöne Vertonung des Verses in der Originalsprache veröffentlicht:

2 Comments

Pia von Holzen

Lieber Till
Danke für den Jahresrückblick und das Teilen von persönlichen Gedanken und Erfahrungen. Schön, dass du trotz Herausforderungen positiv bleibst, biblisch ausgedrückt die Hand am Pflug hast und vorwärts schaust.
Wir wünschen Dir und der ganzen Familie Gottes reichen Segen, Schutz, Versorgung und Freude.
Herzliche Pia und Urs

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tilmix

Liebe Pia, lieber Urs!
Vielen Dank für euren lieben Kommentar!!
Beste Wünsche zurück…
Til

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