Erst am vorletzten Samstag endete für mich diesmal die Hochzeitssaison – in der Heidelberger Schlosskapelle. Schon davor hatte ich von anderen Brautpaaren ermutigende Rückmeldungen erhalten. Diesmal musste ich allerdings besonders schmunzeln – Zitat: „Es gibt leider kein zweites Mal, aber wenn, hätten wir dich auf jeden Fall wieder gebucht. Wir werden dich wärmstens weiterempfehlen. Meine Freunde S. und C. hatten anscheinend Kontakt mit dir und sie haben mir gesagt, wie sehr sie es doch bereuen, dich nicht gebucht zu haben.“ Oje, da kann ich ja nur hoffen, dass sich für das Vergnügen mit mir keines der Paare extra scheiden lässt! 😀

Ja, es war wieder sehr erfüllend, unter ganz unterschiedlichen Rahmenbedingungen Traupastor zu sein – teils mit sehr dramatischen Hintergründen, teils mit ganz unbeschwerten Lovestories; teils sehr edel vor dem Altar, teils ganz ungezwungen im Freien. Schön war aber auch, bei Hochzeiten im eigenen Freundeskreis einfach Gast zu sein – einmal in Bad Abbach und Regensburg, einmal in Böblingen und Calw. Letztere war dann auch gleich der Auftakt für ein paar Urlaubstage im Nordschwarzwald mit meiner Familie. Gerne denke ich an die gemeinsamen Unternehmungen zurück: Spaziergang zur Klosterruine Hirsau, Wanderung nach Zavelstein, italienisch Essen in Nagold…

Abgesehen von weiteren eher kleineren und kürzeren Reisen (z.B. Lübeck, Lindau, Basel, Essen) habe ich 2017 vor allem in Heidelberg verbracht. Auch hier gab es viel Schönes – unter anderem eine Buch-Release-Party, die mich motivierte, nach der CD-Veröffentlichung 2015 endlich wieder ein neues Lied zu schreiben. Leider gibt es davon noch keine Aufnahme. Dafür hat Dennis Bitterli neulich seinen Bruder Silas live gefilmt, wie er in Bern mein „Wie im Himmel“ als Metal-Version inkl. Orgel zur Aufführung gebracht hat:

Ein ganz besonderes Jahreshighlight war für mich, im Rahmen meiner Weiterbildung zum Geistlichen Begleiter erstmals eine Exerzitienwoche zu erleben. Ich hatte dazu ein Sommerangebot der VBG auf der Alpensüdseite ausgewählt – und ja, der weite Weg hat sich definitiv gelohnt! Seit November begleite ich nun auch bereits einen Berufseinsteiger, der auf der Suche nach einem Mentor war und dafür die Reise von Freiburg i. Br. nach Heidelberg ebenfalls nicht scheut.

Spätestens seit September ist es übrigens zu einer richtigen Herausforderung geworden, für alles noch Platz im Terminkalender zu finden. Meine Frau Christina hat nach 1 1/2 Jahren Elternzeit nun das Unterrichten am Privatgymnasium St. Leon-Rot wieder aufgenommen. Das bedeutet, dass ich mich während mindestens 5 Halbtagen nach unserer Tochter richte. Gerade erhöhen wir zwar die Anzahl der Vormittage, an denen sie unter tagesmütterlicher Aufsicht mit Gleichaltrigen spielen kann, von 2 auf 3. In der Vergangenheit kam es allerdings zu nicht wenigen Ausfällen, so dass ursprünglich für mich eingeplante Arbeitszeit dann jeweils doch einem weiteren Spielplatzbesuch zum Opfer fiel (oder gleich einem Regionalbahn-Ausflug – meine schweizerische Begeisterung fürs Zugfahren scheine ich weitervererbt zu haben).

Nichtsdestotrotz geht es mit meinen aktuell 4 Klavierschülern weiter und 2018 kommen voraussichtlich sogar noch 2 dazu. Auch sonst hätte ich keinen diesjährigen Einsatz als Musiker oder Theologe im Nachhinein lieber nicht gehabt: Jazz-Piano bei der Eröffnung eines neuen Büros der SRH Heidelberg, Konzert in der ev.-method. Kirche Baiersbronn zusammen mit meinem Freund und Gitarristen Christoph Stawenow, Youth Worship bei einer Vineyard-Konferenz in der Schweiz, Predigt in der Life Church, Lehren etc. bei NewSong HD  – alle diese Aufträge habe ich sehr gerne erfüllt! Ebenfalls bleibt das ehrenamtliche Engagement etwas, was ich nicht aufgeben möchte – nicht zuletzt als IJM-Botschafter gegen Menschenhandel und anderes Unrecht. Aktuell kann man übrigens gerade eine neue Petition gegen heutige Sklaverei unterschreiben!!

Nun bin ich auf das Neue Jahr gespannt: Vor Juli habe ich zwar noch keine feste Buchung, aber das kann sich schnell ändern. Mit einem neuen Projekt beginne ich jedenfalls schon im Januar: Während mein Papa Bernhard Eisenbarth als Meditiationslehrer allerlei Kurse und Wanderungen anbietet, will ich mich doch auch mal als Tourenguide versuchen – und zwar durch die Bibel! Konkret werde ich selber das Buch der Bücher in „8 Etappen“ komplett durchlesen und meine Entdeckungen dabei durch monatliche Blogartikel auf 8etappen.net publik machen. Interessierte sind eingeladen, das Ganze oder eine Teilstrecke mit mir zusammen in Angriff zu nehmen. Falls also noch jemand auf der Suche nach guten Vorsätzen für 2018 ist…

Nun wünsche ich aber allerseits erst einmal eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit! 🙂

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